Hin­ter­grund unse­rer Tätig­keit

War­um kön­nen Ärz­tin­nen und Ärz­te ihren Not­dienst abge­ben und war­um gibt es das VNWL?

Nie­der­ge­las­se­ne Ärz­tin­nen und Ärz­te, die von der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung Wes­­­t­­­­fa­­­­len-Lip­­­­pe (KVWL) zuge­las­sen sind, erhal­ten im Rah­men ihrer Nie­der­las­sung einen Sicher­stel­lungs­auf­trag, der auch die Teil­nah­me am haus­ärzt­li­chen Bereit­schafts­dienst – dem KV-Not­­­­dienst – ver­pflich­tend ein­schließt. Je nach Not­dienst­be­zirk umfasst die­ser Sicher­stel­lungs­auf­trag bei einem vol­len Arzt­sitz zwi­schen 5 und 12 Sitz­diens­te und Fahr­diens­te jähr­lich.

Vie­le nie­der­ge­las­se­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen – ins­be­son­de­re Fach­ärz­tin­nen und Fach­ärz­te – wün­schen sich Ent­las­tung von die­sen oft fach­frem­den haus­ärzt­li­chen Not­diens­ten. Neben der fach­frem­den Tätig­keit kommt die erheb­li­che zeit­li­che Dop­pel­be­las­tung durch Wochen­end- und Nacht­ar­beit par­al­lel zur regu­lä­ren Pra­xi­s­tä­tig­keit hin­zu. Genau die­ser Bedarf führ­te zur Ent­ste­hung des VNWL.

Erfah­re­ne Hono­rar­ärz­tin­nen und ‑ärz­te als ver­läss­li­che Not­dienst­ver­tre­tung

Im Netz­werk des VNWL haben sich im Lau­fe der Jah­re fähi­ge, rou­ti­nier­te Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zusam­men­ge­fun­den – über­wie­gend Fach­ärz­tin­nen und Fach­ärz­te für All­ge­mein­me­di­zin, die teils haupt‑, teils neben­be­ruf­lich als Hono­rar­ärz­tin­nen und Hono­rar­ärz­te die KV-Not­diens­te ihrer Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen über­neh­men. Sie sind teil­wei­se nie­der­ge­las­sen oder pri­vat­ärzt­lich tätig und ste­hen als erfah­re­ne Not­dienst­ver­tre­tung für den haus­ärzt­li­chen Bereit­schafts­dienst zuver­läs­sig bereit.

Trans­pa­ren­te Kos­ten­struk­tur

Das Ver­tre­tungs­netz selbst erzielt kei­ner­lei Gewin­ne. Die anfal­len­den Kos­ten wer­den auf die Mit­glie­der auf­ge­teilt. Das Netz­werk fun­giert aus­schließ­lich als Ver­mitt­lungs­stel­le zwi­schen nie­der­ge­las­se­nen Ärz­tin­nen und Ärz­ten, die ihre Not­diens­te abge­ben möch­ten, und Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die KV-Not­diens­te frei­wil­lig über­neh­men.

Da der Ver­dienst im KV-Not­dienst sei­tens der KVWL aktu­ell nur sehr mini­mal ist, muss eine Dienst­über­nah­me-Pau­scha­le ver­ein­bart wer­den, um die Struk­tu­ren des Netz­werks erhal­ten zu kön­nen. Die Abrech­nung erfolgt dabei direkt zwi­schen dem Ver­tre­ter und dem Kun­den – erst nach­dem der Not­dienst erbracht wur­de, schreibt der Ver­tre­ter eine Rech­nung an den Kun­den ent­spre­chend der ver­ein­bar­ten Dienst­über­nah­me­re­ge­lung.